Gewinner des niederdeutschen Geschichtenwettbewerbs „Vertell doch mal“ prämiert

Hamburg / Schwerin (nordPR-Mediendienst) – Jetzt stehen sie fest, die Sieger des diesjährigen plattdeutschen Schreibwettbewerbs „Vertell doch mal“.
„Schreibe etwas zum Thema ‚As´n Droom‘ (‚Wie ein Traum‘)“! So lautete der Aufruf zum diesjährigen niederdeutschen „Vertell doch mal!“-Wettbewerb. Mehr als 1000 Geschichten waren beim NDR und bei Radio Bremen zu dem Thema eingegangen, eine Fach-Jury wählte die fünf besten aus. Und auch in diesem Jahr gab es den „Ü-18“–Preis für Kinder und Jugendliche unter („ünner“) 18 Jahren. Jetzt wurden alle Gewinnerinnen und Gewinner prämiert: Am Sonntag, den 16. Juni, trugen in einer Gala im Hamburger Ohnsorg-Theater Schauspielerinnen und Schauspieler des Hauses die besten Geschichten vor. Die Geehrten erhielten Preise im Wert von insgesamt mehr als 5000 Euro. Das Otto Groote Ensemble aus Bremen sorgte für plattdeutsche Musik vom Feinsten. Durch die Matinée führte NDR Plattschnuut Ines Barber.

Der erste Preis ging an Karl-Peter Kööp aus Husum mit der Geschichte „Sunst nix“. Er hat zum ersten Mal mitgemacht, ist aber kein unbeschriebenes Blatt: Der ehemalige Dozent an einer Wirtschaftsakademie veröffentlichte bereits in der „Regionalsprachlichen Beilage“ der Husumer Nachrichten oder in „Der Landtag“, verfasste das Gedicht „Schobüll-Haff“ und übersetzte zum Beispiel Liedtexte von Leonard Cohen und Heinrich Heine ins Plattdeutsche. Gern macht der 67-jährige Husumer Führungen durch seine Heimatstadt. Hierbei hat es ihm vor allem die thematische Führung „Tatort Husum – die dunklen Seiten der Stadt“ angetan, die er auch gern op Platt durchführt.

An Vater und Sohn, Herbert und Holger Wittschen aus Weyhe in Niedersachsen, ging der zweite Preis mit dem Beitrag „Reis hen na de Steerns“. Lokführer a. D. Herbert Wittschen war bis 2018, unter anderem in der „plattdüütschen Runn“ aktiv und hat gelegentlich für den „Plattdüütsch Klenner“ geschrieben. Hauptsächlich verfasst er Gelegenheitsgedichte anlässlich von Geburtstagen und Jubiläen. An „Vertell doch mal“ nahm der 95-Jährige im vergangenen Jahr erstmalig teil, gemeinsam mit seinem Sohn Holger. Der 54-jährige examinierte Krankenpfleger, der ebenfalls in Weyhe wohnt, schreibt normalerweise Kurzgeschichten und Krimis auf Hochdeutsch.

Für „Levensglück“ erhielt Grieta Bottin aus Großheide den dritten Preis. In der plattdeutschen Szene Ostfrieslands ist die 72-Jährige seit Jahrzehnten bekannt. Ihre Texte sind in Anthologien erschienen, sie hat zahlreiche Radiosendungen gestaltet, Lesungen veranstaltet und sich 2013 auch an einem Poetry-Slam beteiligt. Daneben ist die pensionierte Lehrerin auch sportlich aktiv. Sie radelt, walkt, segelt und macht Ski-Langlauf.

Über den vierten Preis freute sich Bruno Mösch aus Verden. Mit der Geschichte „Wenn Herr Müller anröppt …“ hat er es jetzt zum sechsten Mal in das Vertell-doch-mal-Buch geschafft – dort werden jedes Jahr die 25 besten Geschichten veröffentlicht. Der Malermeister schreibt regelmäßig plattdeutsche Beiträge für den „Boten aus Niedersachsen“, auf Hochdeutsch gelegentlich für die „Verdener Allerzeitung“. Dazu kommen Beiträge für die Anthologie „Geschichten, die noch keiner kennt“. Daneben singt der Vater zweier erwachsener Kinder im Männerchor, unternimmt gern Waldwanderungen und mehrtägige Radtouren.

An Harald Maack aus Osterholz-Scharmbeckging der fünfte Preis für „Pingstsünndag“. Zum Schreiben von plattdeutschen Geschichten ist der Schauspieler aus Osterholz-Scharmbeck durch Vertell doch mal gekommen. Nach einem dritten Preis 2013 wurde er nun zum dritten Mal mit einem Text ins Buch aufgenommen. Wenn der 63-Jährige nicht mit Dreharbeiten für die Serie „Notruf Hafenkante“ beschäftigt ist – er spielt dort den Polizeioberkommissar Jörn „Wolle“ Wollenberger – arbeitet er in seinem Garten, schreibt an einem Buch mit eigenen plattdeutschen Geschichten oder geht gern auf Reisen.

Erneut gibt es auch in diesem Jahr einen „Ü 18″-Preis, eine besondere Würdigung für ganz junge plattdeutsche Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Diesen Preis gewann die 14-jährige Henrikje Anneken Raßmuß aus Jamel in Mecklenburg-Vorpommern mit ihrem Text „Ein Alpdroom“. In ihrer Freizeit liest sie sehr viel und beschäftigt sich mit griechischer Mythologie.
(Nach einer Presseinfomation des NDR Landesfunkhauses in Kiel)
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