Sonntagseinkauf in MV wird weiter eingeschränkt

Schwerin (nordPR) – Die Öffnung von Geschäften an Sonntagen bzw. in der Urlaubssaison in Mecklenburg-Vorpommern wird künftig noch weiter eingeschränkt.
Die Saison beginnt künftig erst am 15. April und endet bereits am 30. Oktober.
Allerdings gibt es eine kleine Oster-Ausnahme: In Jahren, in denen Ostern in den März fällt, gilt als Stichtag dann der 15. März. Der Verkauf ist weiterhin in der Zeit von 12 bis 18 Uhr zulässig.
Damit gibt es also künftig 26 statt 32 verkaufsoffene Sonntage in Mecklenburg-Vorpommern.  Auch die Anzahl der Orte und Ortsteile in denen die Bäderregelung gilt wird in der Summe weiter eingeschränkt. Die Sonntagsöffnungzeiten liegen weiterhin zwischen 12 bis 18 Uhr.

Nach Meinung von Kritikern der neuen Regelung heißen unter dem Strich die Sieger also Staat, Kirche und Gewerkschaften. Die Verlierer sind die Masse der Bürger, die Händler und der Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern.
So zumindest auch die öffentlich geäußerte Ansicht vieler Betroffener.
Von den Industrie- und Handelskammern heißt es, die Bäderregelung zu verkürzen, sei kontraproduktiv im Bemühen, die Saison zu verlängern.
Der Handel und die betroffenen Orte befürchten, dass das Land jetzt noch weniger attraktiv für Urlauber wird. Denn die Konkurrenz im benachbarten Polen und Schleswig-Holstein schläft nicht.
So befürchtet, nach einem Bericht des Regional-Radiosenders NDR1 Radio MV, die Kurdirektorin In Boltenhagen Nachteile, weil im benachbarten Schleswig-Holstein die Sonntagsöffnungsregelung viel liberaler ist. Auf Usedom reichen die Reaktionen von Kopfschütteln bis zur Wut. Angesichts der sonntags geöffneten polnischen Geschäfte ist die getroffene Regelung nicht nur weltfremd sondern ein Jobkiller, hört man immer wieder in Vorpommern!

Denn nun kaufen die Menschen am freien Sonntag nicht in Geschäften in MV ein, sondern in banachbarten Polen oder Schleswig-Holstein. Oder eben auch zum Beispiel im Internet. Aber der Kunde kann seinen Euro nur einmal ausgeben. Durch das Öffnungsverbot geht so am Ende vielen Läden in MV richtig Umsatz verloren. Viele, gerade kleine Geschäfte, werden das nicht auf Dauer durchhalten und müssen schließen. Die Innenstädte bluten weiter aus, Steuergelder gehen verloren … Am Ende kostet es denen den Job, die beispielsweise, gut gemeint, zum Beispiel die Gewerkschaft eigentlich schützen will: also die normale Verkäuferin steht am Ende auf der Strasse. Und durch ein Sonntagsöffnungsverbot werden die Kirchen auch nicht voller.
In einem Internet-Forum schrieb ein User sogar: „So etwas wie die Bäderregelung in Mecklenburg-Vorpommern beschließen Leute, die nicht darum zittern müssen, daß ihr Geld am Monatsende pünktlich auf dem Konto ist. Egal ob sie etwas tun oder nicht, gibt es die aus Steuern und Beiträgen gespeisten üppigen Saläre pünktlich für die Bediensteten von Staat, Kirchen und Gewerkschaften, während der Händler an der Ecke, so wie alle „normalen“ Menschen, hart für sein Geld arbeiten muß. Übrigens auch, damit es besagten Eliten jeden Tag noch ein wenig besser geht!“

Kommentare sind geschlossen.