Flughafen Pütnitz wird zum Ferienpark

Ribnitz-Damgarten (nordPR) – Große Pläne für die Halbinsel Pütnitz bei Ribnitz-Damgarten. Für 220 Millionen Euro plant dort das Unternehmen Center Parcs einen Ferienpark.
Auf dem 120 Hektar großen ehemaligen Militärgelände am Saaler Bodden sollen u.a. 600 Ferienhäuser und Ferien-Apartments gebaut werden. Bereits 2024 soll die Bernsteinstadt fertig sein.

Wirtschaftsminister Harry Glawe begrüßte schon mal das Vorhaben: „Mecklenburg-Vorpommern wird um eine touristische Attraktion reicher.“
Immerhin gibt das Land für die Erschließung des Geländes 43 Millionen Steuer-Euros dazu. Das Geld in der Größenordnung sei nötig, um auf dem einstigen Militärflughafen Munition, Kampfmittel und andere Altlasten zu entfernen. Erst danach können die eigentlichen Pläne von Center Parcs umgesetzt werden.

Das Unternehmen Center Parcs will nach eigenen Angaben dann noch einmal 220 Millionen Euro auf der Fläche investieren. Geplant ist, vorhandene Nutzer wie das Technik-Museum und die Macher des Pangea-Festivals auf dem Areal zu behalten und ihnen die Möglichkeit zu geben, ganzjährig Angebote zu unterbreiten. Auch der regionale Reitverein und Touristikbetrieb „Bernsteinreiter“ sollen in das Konzept mit eingebunden werden. Perspektivisch sei auch die Errichtung eines Sportboothafens geplant, hieß es aus dem Innenministerium in Schwerin.
Kritik kommt vom Regionalverein des Naturschutzbundes: Dort reagierte man enttäuscht.  Man hätte sich für das Kleinod am Saaler Bodden eine schonendere Nutzung gewünscht, so ein Sprecher.

Flugplatz Pütnitz
Der Flugplatz Pütnitz bei Ribnitz-Damgarten wurde 1935 gebaut. Auf dem Areal am Saaler Bodden war die Flugzeug-Führer-Schule-See stationiert. Bomberpiloten trainierten den Sicht- und Blindflug. Außerdem wurden dort die in den Ribnitzer Bachmann-Werken reparierten Seeflugzeuge eingeflogen. Nach dem Krieg befand sich auf dem Areal für einige Jahre eine Werft für Fischkutter. 1951 beschlagnahmten die Sowjets den Flugplatz. Pütnitz wurde mit rund 150 hier stationierten MiG 21 (später MiG 29) zu einem der wichtigsten Stützpunkte der Westtruppen der sowjetischen Luftstreitkräfte in der DDR. Außerdem waren ein Hubschraubergeschwader, Fallschirmjäger, Reparaturbrigaden und Radarstellungen auf dem Gelände untergebracht. In einem Sonderwaffenlager sollen taktische Atomwaffen gelagert worden sein. Bis zu 13.000 Armeeangehörige verrichteten in Pütnitz ihren Dienst.
Nach dem Abzug der Truppen 1994 übernahm der Bund das Gelände. 2010 kaufte es die Kommune Ribnitz-Damgarten für rund vier Millionen Euro. Die Stadt will das Areal touristisch entwickeln.

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