Klima & Wetter

Mecklenburg-Vorpommern liegt, so wie Deutschland insgesamt, in der so genannten gemäßigt kühlen Westwindzone zwischen dem Atlantischen Ozean und dem östlichen Kontinentalklima. Mit eher kühlen feuchten Wintern und milden Sommern ist Mecklenburg-Vorpommern dennoch das ganze Jahr über eine Reise wert. Selbst im September zeigt das Thermometer durchaus noch sommerlich warme Temperaturen. Allerdings schafft der Winter gerade im vorpommerschen Bereich schnell mal Frosttemperaturen um 20 Grad unter Null.

Der Grund dafür ist relativ einfach: Das Ostsee erwärmt sich langsamer und kühlt sich auch wieder langsamer ab als die Luft über dem Binnenmeer. Zum Beispiel gibt die Ostsee ähnlich einem Wärmespeicher im Herbst oder Winter Wärme ab. Die Temperaturen sind darum in den Küstengebieten von Mecklenburg und Vorpommern entsprechend milder. Da sind die durchschnittlichen Temperaturen an Land im Frühjahr kälter und im Herbst wärmer als beispielsweise in südlichen Regionen Deutschlands.

Und so wird das Klima in Mecklenburg-Vorpommern also bestimmt vom maritimen Einfluss im Küstenbereich der Ostsee und dem kontinentalen gemäßigten Klima im Binnenland. Je weiter man übrigens ins Binnenland kommt, nimmt die Menge der Niederschläge ab.

Die Luft in Mecklenburg-Vorpommern gilt als die sauberste in ganz Deutschland. Das machen die stetig Steife Brise an der Ostseeküste und die äußerst geringen Emissionen im ganzen Land. Immerhin liegen die Zahlen weit unter den EU-Grenzwerten und unter dem Bundesdurchschnitt. Allergiker und Patienten mit Atemwegserkrankungen bekommen daher Mecklenburg-Vorpommern oft als Erholungsort empfohlen.

Das von der Ostsee bestimmte Wetter macht neben der üppigen Natur dann auch seit jeher das Erfolgsrezept der traditionsreichen Kurregion Mecklenburg-Vorpommern aus. Schließlich erzeugen die salzige und feuchte Seeluft, die geringen Temperaturschwankungen, der hohe Luftaustausch und die lange Sonnenscheindauer ein mildes und besonders heilsames Reizklima.

Auch im Binnenland schafft die Kombination der Seen und der sauerstoffreichen Wälder einzigartige klimatische Bedingungen. So finden die Erholungssuchenden auch weit hinter den Küstenlinien beste klimatische Voraussetzungen für die Erholung und für therapeutische Kurerfolge.

Nach den Messwerten des Deutschen Wetterdienstes sind die Inseln Rügen und Usedom die sonnenreichsten Regionen Deutschlands. Hier, so sagen die Fachleute, verhindert  das Seeklima die Wolkenbildung.

Damit erklärt sich auch ein weiteres Phänomen. Wenn der Wetterbericht im Radio schlechtes Wetter für das Land Mecklenburg-Vorpommern insgesamt voraussagt, scheint auf den Inseln oftmals dennoch die Sonne.
(T/07.08.2011)

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