Nun will der Lenz uns grüßen

Nun will der Lenz uns grüßen

1. Strophe
Nun will der Lenz uns grüßen,
Von Mittag weht es lau,
Aus allen Wiesen sprießen
Die Blumen rot und blau.
Draus wob die braune Heide
Sich ein Gewand gar fein
Und lädt im Festtagskleide
Zum Maientanze ein.

 
2. Strophe
Waldvöglein Lieder singen,
Wie ihr sie nur begehrt,
Drum auf zum frohen Springen,
Die Reis‘ ist Goldes wert!
Hei, unter grünen Linden,
Da leuchten weiße Kleid‘!
Heißa, nun hat uns Kinden
Ein End all Wintersleid!

Der Ursprungstext zu diesem alten Reigenlied soll laut älterer Überlieferung aus dem 13. Jahrhundert von Neithardt von Reuental, einem der bedeutendsten deutschsprachigen lyrischen Dichter des Mittelalters stammen.
Jüngere Forschungen gehen davon aus, daß  der  heutige Liedtext von Karl Ströse verfasst wurde in Anlehnung an eine Frühlingsdichtung von Neithardt von Reuental. Er erschien erstmals in Ströses Lyriksammlung „Deutsche Minne aus alter Zeit. Ausgewählte Lieder des Mittelalters, frei übertragen“ (1878).
1885 wurde der Urtext dann von August Fischer  überarbeitet und meist als Chorlied aufgeführt und fand um 1900 herum Eingang in die Wander-, Jugend- und Volksliederbücher.

Die Melodie soll eine Volksweise sein in Anlehnung an ein altes Geusenlied aus dem 17. Jahrhundert.

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