Deutsches Bernsteinmuseum

Das Deutsche Bernsteinmuseum Ribnitz-Damgarten ermöglicht dem Besucher einen beeindruckenden Blick auf die Natur-, Kunst- und Kulturgeschichte des Baltischen Bernsteins. Die weit ĂŒber 1600 AusstellungsstĂŒcke prĂ€sentieren das „Gold des Meeres“ in den GemĂ€uern des einstigen Klosters zu Ribnitz .
Wertvolle Bernsteinkunstwerke des 16. und 17. Jahrhunderts fĂŒr Kaiser und Könige sind ebenso zu finden wie zahlreiche kĂŒnstlerische Bernsteinarbeiten der Gegenwart, welche  die Nutzung des fossilen Rohstoffs bis in unsere Tage zeigen.
Die Bernsteinsammlung im Deutschen Bernsteinmuseum in Ribnitz-Damgarten glit als die schönste Exposition ihrer Art in ganz Europa. Sie prĂ€sentiert ĂŒberaus seltene Inklusen, also BernsteineinschlĂŒsse, wie beispielsweise Insekten und sogar eine Eidechse.
Überrascht sind viele Besucher auch von der technischen Verwendung des Bernsteins und seiner Anwendung in der Volksmedizin.

In der Schauwerkstatt des Museums können die Besucher selbst Hand anlegen und beispielsweise BernsteinstĂŒcke unter fachkundiger Anleitung schleifen.

Ob  geologische ProbestĂŒcke, Inklusen, Bernsteinschmuck, Bernsteinsouvenirs sowie weiterfĂŒhrende Literatur zum Thema – der Bernsteinshop des Deutschen Bernsteinmuseum bietet dem interessierten Besucher ein umfangreiches Angebot.
Ebenso findet der Besucher ein glÀsernes Café mit Panoramablick zum Luftholen.

Seit dem Jahr 2000 fĂŒhrt das Museum den vom Museumsverband in Mecklenburg-Vorpommern e.V. erteilten Ehrennamen „Deutsches Bernsteinmuseum“.

Zum Museumsrundgang im einstigen Klosterbau gehören zwei Ausstellungen: „Bernstein – Gold des Meeres“ und „Dame von Welt – aber auch Nonne“, eine Ausstellung zur Geschichte des Klosters und spĂ€teren Damenstifts Ribnitz.

Deutsches Bernsteinmuseum Ribnitz-Damgarten
Im Kloster 1-2
18311 Ribnitz-Damgarten
Tel.: 03821 4622

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Museumsgeschichte

Zum 700jĂ€hrigen JubilĂ€um der Stadt Ribnitz 1933 gibt es eine grĂ¶ĂŸere Schausammlung zur Stadtgeschichte in einer Schule, eingerichtet durch den Lehrer Richard Suhr (*1892 †1959).

Die Sammlung wird nach 1945 aus Raumnot teilweise zerstreut. Ab 1954 ist in einer Wohnung im Kloster wieder eine stadtgeschichtliche Ausstellung zu sehen.

Das Heimatmuseum wird 1963 durch einen Bernsteinraum erweitert. 1975 darf sich die Sammlung „Bernsteinmuseum“ nennen. Zur Jahrtausendwende erhĂ€lt das Museum den Ehrennamen „Deutsches Bernsteinmuseum“. Stetig erweitert und ausgebaut ist es heute eine der bedeutendsten und umfangreichsten Bernsteinausstellungen Europas. Großen Anteil daran haben auch die herausragenden Leihgaben der TUI AG, die aus ihrem Besitz zahlreiche Exponate der Bernsteinsammlung der einstigen Staatlichen Bernstein-Manufaktur in Königsberg i. Pr. zur VerfĂŒgung stellte.

Seit 2010 ist die in das Museum einbezogene Klosterkirche mit einer eigenen Ausstellung: „Dame von Welt, aber auch Nonne – vom Klarissenkloster zum adligen Damenstift“ zu erleben. Wechselnde Sonderausstellungen zu kulturgeschichtlichen Themen machen einen Museumsbesuch abwechslungsreich und wiederholt erforderlich.

Die Dauerausstellung »Bernstein – Gold des Nordens« vermittelt mit 1600 Exponaten zahlreiche Aspekte der Natur- und Kulturgeschichte des Baltischen Bernsteins. Besondere Attraktionen sind einmalige BernsteineinschlĂŒsse und wertvolle Bernsteinkunstwerke des 16. und 17. Jahrhunderts sowie kĂŒnstlerische Bernsteinarbeiten der Gegenwart. Sie sehen hier eine Auswahl verschiedener Bernsteinobjekte.

 

Das heutige Deutsche Bernsteinmuseum hat seinen Ursprung im 1954 vom Ribnitzer Lehrer Richard Suhr aus den Resten einer bereits 1933 zusammengetragenen Heimatsammlung in einem GebĂ€ude des ehemaligen Klarissenklosters Ribnitz gegrĂŒndeten Heimatmuseum. 1963 wurde ein „Bernsteinzimmer“ eingerichtet, das sich der Entstehung, Förderung und Verarbeitung von Bernstein widmete. Eine wichtige Rolle hierbei spielte auch die lange Tradition der Bernsteinverarbeitung, die der Ribnitzer Goldschmied Walter Kramer mit der Kreierung des „Fischlandschmuckes“ Anfang der 1930er Jahre begrĂŒndete und die sozialistische WeiterfĂŒhrung des enteigneten Betriebes in dem Ribnitzer Betrieb VEB Ostsee-Schmuck.

1974 konnte eine Sammlung von Usedom erworben werden und seit 1975 trÀgt das Museum den Namen Bernsteinmuseum. Bis 1987 erfolgte eine weitgehende Neugestaltung und die Themen der Ausstellung wurden um Bernsteinkunst und allgemeine, mit Bernstein zusammenhÀngende Kultur erweitert. ZusÀtzlich erweiterten Leihgaben aus anderen Museen die Sammlung. Seit 1995 findet sich auch wieder eine stadtgeschichtliche Sammlung in den RÀumlichkeiten des Museums.

Nach eigenen Angaben bietet das Deutsche Bernsteinmuseum die bedeutendste Bernstein-Sammlung in Deutschland.

Seit dem Jahr 2000 fĂŒhrt das Museum den vom Museumsverband in Mecklenburg-Vorpommern e.V. erteilten Ehrennamen „Deutsches Bernsteinmuseum“. Seit 2002 wird das Museum von einem Verein gefĂŒhrt und 2006 fanden die Sanierungen ihren vorlĂ€ufigen Abschluss. Im Dezember 2007 wurde die Sanierung des Bernsteinmuseums abgeschlossen. Seit Mai 2010 ist der zweite große Ausstellungsteil des Museums, die Ausstellung zur Kloster- und Stiftsgeschichte „Dame von Welt, aber auch Nonne“ fertiggestellt.

Klostergeschichte:

Das Kloster ist eine kleine Schatzkammer fĂŒr sich. Ein großer Teil seiner mittelalterlichen Ausstattung hat sich bis heute bewahrt, einmalige gotische Plastiken, vor allem aus dem 14. Jahrhundert. Eine riesige Überraschung waren 2001 die Funde von zahlreichen Kleinigkeiten, Brillen, Nadeln, Bittzettelchen und sogar kleinen ReliquienbĂŒndeln unter den Sitzen der Nonnen in der Klosterkirche. Damit ist ein schmales Fenster in das Leben der Nonnen aufgetan. In seiner einstigen Äbtissin Beata besitzt das Kloster sogar eine eigene Heilige, der im Heiligenkalender am 8. April gedacht wird.

Der Adel prĂ€gte Mecklenburg ĂŒber Jahrhunderte, seine Töchter fanden nach der Reformation im zum evangelischen Damenstift umgewandelten Kloster Aufnahme. Es gibt nur noch wenige Orte in Mecklenburg, die ihren Besuchern so viel historische Aura vermitteln.

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