Eisenbahndampffährschiff „Stralsund“

Die Eisenbahndampffähre „Stralsund“ liegt im Museumshafen Wolgast und ist die weltweit älteste noch erhaltene Dampffähre ihrer Art. Besucher können den Maschinenraum, die Messe und die Brücke der im Wolgaster Museumshafen fest vertäuten Fähre besichtigen.

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Die Eisenbahndampffähre „Stralsund“ liegt im Museumshafen Wolgast.
Das knapp 38 Meter lange Schiff ist die weltweit älteste noch erhaltene Dampffähre ihrer Art.
Rund 100 Jahre lang war die „Stralsund“ im Einsatz. Sie konnte nach Angaben der Betreiber drei Eisenbahnwagen auf 32 Metern Gleis und 300 Passagiere transportieren.

Die Eisenbahndampffähre „Stralsund“ kann auf eine bewegte Geschichte zurück blicken.
Ursprünglich für den Fährverkehr zwischen der Insel Rügen und dem Festland gebaut, verkehrte sie zunächst ab 1890 auf dem Strelasund zwischen der Hansestadt Stralsund und dem rügenschen Ort Altefähr.
Ab 1901 pendelte die Fähre dann zwischen Swinemünde und der Insel Wollin. Zwischenzeitlich kam sie auch als Schlepper, Transportschiff und Eisbrecher und unter anderem für die Heeresversuchsanstalt Peenemünde zum Einsatz. Später, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, ersetzte die Fähre die zerstörte Eisenbahn-Hubbrücke Peenebrücke bei Karnin, ehe sie dann bis 1990 in Wolgast ihren Dienst aufnahm. Die letzte fahrplanmäßige Trajektierung erfolgte am 13. Dezember 1990, knapp zwei Monate nach dem 100. Geburtstag der „Flunder“, wie die Besatzung inoffiziell ihr Schiff nannte. Am 31. Dezember 1991 erfolgte dann die offizielle Außerdienststellung des Eisenbahndampffährschiffes Stralsund.
Dreimal noch hatte die Fähre später dann die Ehre ihrer eigentli¬chen Bestimmung, dem Trajektieren, nachzugehen. Die Umrüstung des Zug¬bestandes auf der Insel Usedom mach¬te eine mehrmalige Reaktivierung notwendig. 1993 wurden 21 Reise¬zugwagen von der Insel geholt und dafür acht moderne Triebwagen übergesetzt. Bei einem zweiten Einsatz im selben Jahr setzte sie sechs weitere Triebwagen sowie zehn Reisezugwagen und sechs Lokomotiven über. 1994 und 1995 folgten ähnliche Einsätze, wobei stets ein Schlepper als Antrieb diente.
Heute ist das 1890 auf der Ferdinand-Schichau-Werft im damals deutschen Elbing (heute Polen) gebaute Fährschiff STRALSUND ein technisches Denkmal welches den Besuchern offen steht..
Spannend – nicht nur für technisch Begeisterte – ist es, auf der Brücke zu stehen, die Kajüte (Originalzustand) des Kapitäns, oder die Messe mit der kleinen Ausstellung zu betrachten. Besonders reizvoll aber ist der Maschinenraum, der heute noch über eine unverkleidete Dampfmaschine verfügt.
Das Fährschiff „Stralsund“ ist nur für Technikbegeisterte ein lohnendes Ausflugsziel und ein Ausflug in längst vergangene Zeiten.

Die Technischen Daten zum Fährschiff:

Schiffstyp: Eisenbahnfähre (Binnen­schiff)
Bauart: Einendfähre, Buganleger, als Eisbrecher geeignet
Bauwerft: Schichauwerft, Elbing
Baunummer: 440
Länge über alles: 36,46 m
Breite über alles: 9,80 m
Tiefgang: 1,23 m unbeladen; 1,88 m beladen
Verdrängung: 192,5 t unbeladen, 337,4 t beladen
Geschwindigkeit: 8 Knoten
Antrieb: 2 zweistufige Expansions-kolben-Dampfmaschinen maximal 2 mal 112,5 PS/83 kW
Transportkapazität: 3 Personenzugwagen oder 3 – 4 Güterwagen auf 32 m Gleis
Passagiere: 300 Personen (historische Angaben)
———————————————————————————————————-Weitere Informationen zu Mecklenburg-Vorpommern (u.a. Bücher, Musik und Filme) finden Sie auch auf www.tennemann.com .

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