Greifswald (nordPR) – Nach 27 Jahren rollen jetzt wieder regulär Personenzüge zwischen Greifswald und Lubmin. Mit dem Start der neuen „Sommerlinie“ wird die traditionsreiche Bahn¬verbindung während der Sommerferien an den Wochenenden wieder für den Personenverkehr genutzt.
Im Auftrag des Landes Mecklenburg-Vorpommern betreibt die Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn (PRESS) die Verbindung zwischen dem Hauptbahnhof Greifswald und dem Seebad Lubmin. Zum Auftakt der Sommerlinie fand am Samstag eine gemeinsame Premierenfahrt mit Vertreterinnen und Vertretern des Landes, der Kommunen, der PRESS sowie weiterer Partner statt.
Wirtschafts- und Verkehrsminister Dr. Wolfgang Blank betonte die Bedeutung des Projekts: „Dass nach 27 Jahren wieder regulär Personenzüge zwischen Greifswald und Lubmin fahren, ist ein weiteres starkes Signal für den öffentlichen Personennahverkehr in unserem Land. Im Rahmen unserer Mobilitätsoffensive haben wir das Mobilitätsangebot mit neuen Verbindungen und neuen Ruf- und Regiobussen deutlich verbessert und dafür von 2023 bis 2025 rund 120 Millionen Euro investiert. In diesem Jahr kommen weitere rund 60 Millionen Euro dazu. Die aus langem Schlaf erweckte Sommerlinie bringt Menschen bequem an die Küste. Unser gemeinsames Ziel mit Landkreis und Kommune ist es, auf Grundlage der Erfahrungen aus diesem Sommer ein tragfähiges Konzept für die Wiederbelebung der Strecke zu entwickeln.“
Kay Kreisel, Geschäftsführer der Pressnitztalbahn sagte: „Die Reaktivierung einer Strecke im öffentlichen Personennahverkehr ist immer ein starkes Signal für die Region und deren Mobilität. Wir freuen uns, dass mit dem Zuschlag an die Pressnitztalbahn ein zuverlässiger Eisenbahnverkehr auf einer weiteren Strecke in Mecklenburg-Vorpommern etabliert werden kann.“
Michael Sack, Landrat des Landkreises Vorpommern Greifswald ergänzte: „Die Wiederaufnahme des Schienenpersonenverkehrs zwischen Greifswald und Lubmin ist ein tolles Signal für die Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs in unserem Landkreis. Mit der Reaktivierung dieser traditionsreichen Strecke im Sommer wird ein attraktives Angebot für Einheimische und Gäste geschaffen, wobei die bestehende Infrastruktur sinnvoll genutzt wird. Es freut mich für unsere Region sehr, dass wieder Personenzüge auf dieser Strecke verkehren und die Anbindung zwischen Greifswald und Lubmin deutlich verbessert wird.“
„Die Wiederaufnahme des Personenverkehrs nach Lubmin ist für mich ein echtes Herzensprojekt. Seit 2022 arbeite ich daran, dass diese traditionsreiche Verbindung wieder für Fahrgäste nutzbar wird. Umso mehr freue ich mich, dass aus dieser Idee nun mit tatkräftiger Unterstützung des Landes Wirklichkeit geworden ist. Die neue Sommerlinie verbindet unsere Universitäts- und Hansestadt direkt mit der Küste und schafft eine attraktive Möglichkeit, die Region nachhaltig und bequem zu entdecken. Das ist ein großer Gewinn für den Tourismus, für die Menschen vor Ort und für unsere Gäste“, betonte Greifswalds Oberbürgermeister Dr. Stefan Fassbinder.
„Für das Seebad Lubmin ist die Bahnlinie ein weiterer touristischer Punkt, um für unsere Gäste und Einwohner eine Möglichkeit zu schaffen, an den Wochenenden nach Lubmin und Greifswald zu kommen. Wir hoffen, dass viele die Bahn nutzen, damit das Angebot auch im nächsten Jahr fortgeführt werden kann“, so der 1. stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Lubmin Frank Tornow.
„Wir beleben im Sommer den Personenverkehr nach 27 Jahren im Auftrag des Landes neu. Mit der Pressnitztalbahn haben wir einen verlässlichen Partner dafür gefunden. Wir freuen uns sehr über die neue Sommerlinie im Land und sind gespannt, wie die Sommerlinie von den Fahrgästen angenommen wird“, sagte Carsten Werfel, Geschäftsführer der VMV-Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH. Die Sommerlinie verkehrt während der Sommerferien an den Wochenenden zwischen Greifswald und Lubmin. Mit dem zeitlich befristeten Angebot sollen Erfahrungen zur Nachfrage gesammelt und die Grundlage für weitere Entscheidungen zur Zukunft der Strecke geschaffen werden.
Der Personenverkehr auf der Strecke nach Lubmin wurde 1999 eingestellt. Zuletzt fanden anlässlich des MV-Tages im vergangenen Jahr Sonderfahrten statt. Die Strecke ist rund 25 Kilometer lang und verbindet unter anderem den Greifswalder Hauptbahnhof, Greifswald Süd und das Seebad Lubmin. Die Fahrzeit beträgt etwa 30 Minuten. Die Strecke wurde 1969 im Zusammenhang mit dem Bau des Kernkraftwerks Lubmin errichtet.
(Nach einer Presseinformation des Ministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit)
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