Susanne Kandt-Horn in der Kunsthalle Rostock

Rostock (nordPR) – Leuchtende Farben, Ostseelicht, Menschen voller Zuversicht: Mit mehr als 150 Werken zeigt die Kunsthalle Rostock die bisher umfassendste Werkschau der Usedomer Malerin Susanne Kandt-Horn. Die Ausstellung öffnet am Samstag, 26. September, um 18 Uhr und ist bis zum 21. Februar 2027 zu sehen.

1954 zieht Susanne Kandt-Horn nach Ückeritz auf Usedom und findet dort im Malerkreis ihren Platz. Ihre Bilder sind kraftvoll, optimistisch und sofort wiederzuerkennen. Damit eckt sie an: Dem sozialistischen Realismus der DDR-Kulturpolitik entspricht ihre Kunst nicht. Sie stößt anfangs auf Unverständnis. Heute gilt sie als eine der Künstlerinnen, die die Kunstlandschaft an der Ostsee geprägt haben.

Die Kunsthalle Rostock zeigt Gemälde und Grafiken von ihrer Ankunft auf Usedom bis zu den letzten Arbeiten aus den 1990er-Jahren.
Neben Werken aus der eigenen Sammlung sind Leihgaben aus ganz Deutschland und dem Ausland zu sehen. Die Schau erzählt vom Werdegang der 1914 in Eisenach geborenen Malerin und davon, wie widersprüchlich ein Künstlerinnenleben in der DDR sein konnte.
Sie greift auch Fragen auf, die heute noch aktuell sind: Wie wird der nackte weibliche Körper dargestellt? Wie Menschen aus anderen Kulturen?

Von Susanne Kandt-Horn gibt es genau drei Wandteppiche. Zwei davon sind nun zum ersten Mal zusammen zu sehen: „Geschichte des Theaters“ aus dem Volkstheater Rostock und „Eines Tages werden die Menschen wie Brüder leben“ aus der Stadthalle Rostock. Nach diesem zweiten Werk ist auch die Ausstellung benannt. Die großformatigen Textilarbeiten zeigen eine Seite der Künstlerin, die nur selten öffentlich zu sehen ist.

Mit dieser Werkschau endet die Ausstellungsreihe „Wahrnehmung weiblicher Kunstpositionen in der DDR“. Zuvor waren darin Inge Jastram, Christin Wilcken und Kate Diehn-Bitt zu sehen. Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die OSPA-Stiftung fördern die Reihe. Kuratorin ist Antje Schunke von der Kunsthalle Rostock.
Zur Ausstellung erscheint beim Hinstorff Verlag die bisher umfangreichste Monografie mit Werkverzeichnis, unter anderem mit Texten von Wolf Biermann. Für Kinder, Jugendliche und Erwachsene gibt es außerdem ein Vermittlungsprogramm.
Kunstliebhaber können die Schau dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr sehen. Mehr Infos gibt es unter www.kunsthallerostock.de.

(Nach einer Presseinformation des Landestourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern)

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