Schwerin / Rostock (nordPR) – In Mecklenburg-Vorpommern wird auf zahlreichen Veranstaltungen an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Am 27. Januar jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz zum 81. Mal.
Verschiedene Vereine und Initiativen werden im ganzen Land mit Veranstaltungen an die Opfer erinnern. Ein Überblick über die Veranstaltungen ist auch auf den Internetseiten der Landeszentrale für politische Bildung zu finden.
Anlässlich des Gedenktages lädt der Förderverein des Max-Samuel-Hauses zur Pflege der Denksteine für die ermordeten Rostocker Jüdinnen und Juden am 25. Januar um 14.00 Uhr am Max-Samuel-Haus in Rostock ein. Herzlich eingeladen sind interessierte Personen, Seminargruppen sowie Schulklassen und Vereinsgruppen.
Der Verein Freunde und Förderer des Max-Samuel-Hauses e.V. kümmert sich seit 2001 um das Denksteinprojekt in Rostock. Ziel ist es, den Rostocker Jüdinnen und Juden, die zur Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, vertrieben und ermordet wurden, einen Denkstein zur Erinnerung zu setzen. Bis Ende des Jahres 2025 wurden in Rostock 93 Denksteine an den letzten bekannten Wohnorten der Ermordeten verlegt.
Recherchen zufolge waren etwa 100 Frauen, Kinder und Männer von der Shoa in Rostock bis 1945 betroffen. Die meisten von ihnen wurden nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.
Am 26. Januar wird bei zwei Veranstaltungen in Wismar und Greifswald der Familien Karseboom und Cohn gedacht. Die Stolpersteine für beide Familien sind auch in der Stolperstein-App zu finden, die zu diesem Anlass noch einmal präsentiert wird. (10:00 Uhr Wismar, Hinter dem Rathaus 17, 23966 Wismar; 15:00 Uhr Greifswald, Bürgerschaftssaal des Rathauses, 17489 Greifswald)
Kulturministerin Martin selbst wird an der landesweiten Gedenkveranstaltung in Wöbbelin und Ludwigslust teilnehmen.
Seit 2008 wird in Mecklenburg-Vorpommern jährlich in der landesweiten Veranstaltungsreihe „ERINNERN, BETRAUERN, WACHRÜTTELN“ der Menschen gedacht, die im Nationalsozialismus aufgrund psychischer Erkrankungen, geistiger oder körperlicher Behinderungen entrechtet, zwangssterilisiert, deportiert oder ermordet wurden.
Am 27. Januar um 10.00 Uhr werden zunächst Kränze an der Gedenkstätte auf dem ehemaligen Lagergelände Wöbbelin niedergelegt (Ludwigsluster Str. 2b, 19288 Wöbbelin). Danach folgt um 11.00 Uhr eine religiöse Andacht in der Stiftskirche Bethlehem Ludwigslust (Ludwigsluster Str. 2b, 19288 Wöbbelin). Um 12.15 Uhr beginnt im angrenzenden Festsaal ein Fachtag mit Vorträgen und Erfahrungsberichten.
Das Regionalbündnis Mecklenburgische Schweiz lädt zu einer öffentlichen Gedenkveranstaltung nach Malchin ein.
Im Rahmen der Veranstaltung wird am 27. Januar um 15.00 Uhr eine Gedenktafel am Jüdischen Friedhof Malchin feierlich enthüllt. Mit der Gedenktafel soll an die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger Malchins erinnert werden, die während der Zeit des Nationalsozialismus Opfer von Verfolgung, Entrechtung und Ermordung wurden. Zugleich setzt das Regionalbündnis ein sichtbares Zeichen gegen das Vergessen sowie für Verantwortung, Erinnerung und Menschlichkeit.
Alle Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Kirche, Kultur, Vereinen und der Presse sind herzlich eingeladen, gemeinsam innezuhalten und der Opfer zu gedenken. Das Regionalbündnis bittet um eine würdige Teilnahme. Männliche Besucher werden gebeten, eine Kopfbedeckung zu tragen.
Am 27. und 28. Januar findet im Lichtspieltheater Wundervoll (Metropol) in Rostock der „Augen auf-Kinotag“ statt. Dabei wird ein Kinoprogramm mit bewegenden Filmen und anschließenden Gesprächen mit Filmgästen angeboten.
Folgendes Programm ist geplant:
27. Januar 2026
08.00 Uhr: EIN SACK VOLL MURMELN, Filmgespräch mit Gast
11.00 Uhr: DELEGATION (OmU), Filmgespräch mit Editorin Michal Oppenheim
18.00 Uhr: Publikumspremiere DAS GEHEIME STOCKWERK (öffentlich)
28. Januar 2026
08.00 Uhr: DAS GEHEIME STOCKWERK, Gespräch mit Kamerafrau Daniela Knappe
11.00 Uhr: IN LIEBE, EURE HILDE, Gespräch mit Hauptdarsteller Johannes Hegemann
Im Zentrum des „Augen auf-Kinotags“ steht der vielfach ausgezeichnete Kinder- und Familienfilm „Das geheime Stockwerk“ von Norbert Lechner. Beim Kauf eines regulären Tickets erhalten Begleitungen unter 18 Jahre freien Eintritt.
Die Hanse- und Universitätsstadt Rostock erinnert am 27. Januar auf dem Neuen Friedhof an die Opfer der Shoa. Ab 15.00 Uhr findet die offizielle Gedenkstunde am Gedenkort für die auf Rostocker Friedhöfen begrabenen Verfolgten des Nationalsozialismus statt. Es spricht die Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger. Danach können Kränze und Blumen am Gedenkort abgelegt werden.
In der Kunsthalle Rostock wird im Rahmen der Ausstellung „totenstill“ mit Fotografien von Dirk Reinartz am 27. Januar um 19.00 Uhr der Film Nuit et Brouillard (Nacht und Nebel) von Alain Resnais aus dem Jahr 1955 gezeigt. Im Anschluss an die Vorführung findet ein Podiumsgespräch mit dem Leiter der Kunsthalle Dr. Uwe Neumann und den Musikwissenschaftlern Frau Prof. Dr. Friederike Wißmann (hmt Rostock), Frau Jun.-Prof. Dr. Gabriele Groll (hmt Rostock) und Herrn PD Dr. Kai Hinrich Müller (hfmt Köln) statt. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung durch die Aufführung von Musik von Hanns Eisler, Erich Wolfgang Korngold und Erich Zeisl. Es musizieren Studierende und Dozierende der Hochschule für Musik und Theater Rostock.
(Nach einer Presseinformation des Ministeriums für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten mecklenburg-Vorpommern)
Eine honorarfreie Übernahme der Meldung ist jederzeit möglich bei Nennung der Quelle „nordPR“.
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