Hamlet – Die Zeit ist aus den Fugen

Schwerin (nordPR) – Hamlet von William Shakespeare steht am heutigen Abend ab 19.00 Uhr wieder auf dem Spielplan im Theaterzelt am Küchengarten in Schwerin.

Als Hamlet an den dänischen Königshof zurückkehrt ist die alte Ordnung zerstört. Sein Vater, König von Dänemark, wurde von dessen eigenem Bruder Claudius ermordet. Ungesehen, ungestraft. Der Mörder selbst sitzt nun auf dem Thron und hat sich Hamlets Mutter Gertrud, Witwe des alten Königs zur Frau genommen. Der junge Prinz ist entschlossen, diesen Verrat nicht hinzunehmen, für Gerechtigkeit zu sorgen und seinen Vater zu rächen. Doch was ist er dafür bereit in Kauf zu nehmen? Was oder wen muss er opfern? Um bei seinem Racheplan nicht aufzufallen, führt Hamlet den Königshof in die Irre. Er verstellt sich und gibt vor, dem Wahnsinn verfallen zu sein. Als die Grenzen zwischen Einbildung und Realität jedoch mehr und mehr verschwimmen, droht Hamlet selbst zum Opfer der eigenen Paranoia zu werden. Zweifel nagen an seinem Gewissen und an der eigenen Willenskraft. Währenddessen rüstet sich Prinz Fortinbras zum Krieg gegen Dänemark.

Hausregisseur Martin Nimz bringt Shakespeares große menschliche Tragödie im Theaterzelt auf die Bühne – und mit ihr Fragen von ungebrochener, zeitloser Relevanz: Wie können wir handlungsfähig bleiben in einer Welt, die sich immer stärker unserem Zugriff entzieht? Was ist uns der Kampf gegen Ungerechtigkeit wert? Können wir uns unserer selbst sicher sein? Wie bringen wir unsere Vorstellungen und unser Handeln in Einklang? Und können wir moralisch bleiben bei dem Versuch, die Unmoral zu beseitigen? Hamlet bleibt am Ende nur, seine Welt zu zerstören. Der Rest ist Schweigen.

(Nach einer Presseinformation des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin)

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