Lärz (nordPR) – In Lärz ist das Fusion-Festival in vollem Gange. Zehntausende Besucher feiern auf dem ehemaligen Militärflugplatz bei Musik, Theater und Kunstinstallationen. Am Donnerstagabend kam es wegen eines Feuers auf einem nahegelegenen Feld zu einer kurzzeitigen Evakuierung des Geländes.
Damit ist der ehemalige Militärflugplatz in Lärz wieder eine Festivalstadt: Bis zum Sonntag zieht das Fusion Festival wieder zehntausende Menschen in die Mecklenburgische Seenplatte. Die Fusion gilt als eines der größten alternativen Musik- und Kulturfestivals in Deutschland und Europa. Besonders ist die Mischung aus Musik und Utopie, Theater und Performance, Workshops und Diskussionsrunden. Das Festival war bereits seit Monaten ausverkauft. Im vergangenen Jahr kamen rund 70.000 Besucher, die Musik auf mehr als 30 Bühnen erleben konnten.
Eine Besonderheit der Fusion ist das Line-up. Die Künstlerinnen und Künstler werden traditionell nicht vorab veröffentlicht. Erst mit dem Start des Festivals erfahren die Gäste über den Festivalguide und die App, wer wann auf welcher Bühne spielt. Dadurch steht weniger ein einzelner Headliner im Mittelpunkt, sondern das Entdecken vor Ort. Veranstaltet wird die Fusion vom gemeinnützigen Verein Kulturkosmos Müritz. Mehr als 3.300 Künstler sollen bis Sonntag auf dem ehemaligen sowjetischen Militärflugplatz auftreten.
Am Donnerstagabend kam es auf der Fusion plötzlich zu Rauchsäulen am Himmel und Brandgeruch in der Luft. Gegen 19 Uhr wurden die Konzerte wegen eines Feuers auf einem nahegelegenen Feld sicherheitshalber unterbrochen. Der Brand war mit starker Rauchentwicklung verbunden.
Die etwa 40.000 Besucherinnen und Besucher wurden aufgefordert, das Festival-Gelände vorübergehend zu verlassen und sich zu einer Landebahn auf dem ehemaligen sowjetischen Militärflugplatz Lärz zu begeben.
Das Festivalgelände selbst gehört zu dem, was die Fusion so besonders macht. Gefeiert wird nicht auf einem klassischen Veranstaltungsgelände, sondern auf einem früheren sowjetischen Militärflugplatz. Alte Hangars, weite Flächen und die Geschichte des Ortes prägen bis heute die Atmosphäre. Aus einem Gelände mit militärischer Vergangenheit ist seit den 1990er-Jahren ein Kulturort geworden, der jedes Jahr Menschen aus Deutschland und dem Ausland nach Mecklenburg-Vorpommern zieht.
Nach der Fusion 2026 soll es im Jahr 2027 eine Pause geben. Die Veranstalter haben angekündigt, dass Lärz dann ein Fusion-freies Jahr erlebt. Begründet wird das mit dem großen Aufwand hinter dem Festival und der Möglichkeit, längere Arbeiten, Baustellen und organisatorische Fragen in Ruhe anzugehen. Eine solche Pause gab es bereits 2017. Für 2028 ist nach bisherigem Stand wieder eine Fusion geplant.
(Nach einer Presseinformation des Landestourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern)
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