Greifswald / Stralsund (nordPR) – Das Theater Vorpommern präsentiert einen Ballett-Doppelabend von Ralf Dörnen und Adonai Luna. Aufgeführt werden „Gershwin Bits / Eismeer“.
Über die Ballette:
„Nie aber darf das Gefühl eines andern uns als Gesetz aufgebürdet werden.“ – Caspar David Friedrich
In Eismeer, einer neuen Choreografie des stellvertretenden Ballettmeisters Adonai Luna tauchen wir in die Tiefen des Meeres ab: Im Caspar-David-Friedrich-Jubiläumsjahr 2024 entstand eine Choreografie für das Ballettensemble für den Dom St. Nikolai in Greifswald im Rahmen des Festivals „Tanzfusionen“. Ausgehend von dieser Idee entwickelt der langjährige Ballettmeister nun anhand von ausgewählten biografischen Etappen und einigen Gemälden des Greifswalder Malers den Tanzabend „Eismeer“ zu Musik von Richter, Scholl und Jóhannsson mit dem BallettVorpommern. Eine Reise durch das Leben Caspar David Friedrichs in Soli, Duetten und Ensemblestücken als abstraktes Ballett mit klassischen und zeitgenössischen Elementen.
Ralf Dörnen legt mit „Gershwin Bits“ ein Ballett vor, das Choreografien wie die „Rhapsody in Blue“ aus dem Tanzabend „111m² Tanz“ in einer Neufassung zeigt und mit anderen Kurzchoreografien kombiniert; so entsteht ein Kaleidoskop, das die Schaffenskraft des Komponisten sowie der Virtuosität der Tänzer und Tänzerinnen perfekt miteinander verbindet. „Beim Komponieren verbinden wir unser musikalisches Wissen mit unseren Gefühlen. Ich betrachte ein Musikstück wie einen Entwurf. Bei einer Melodie kann man den gesamten Entwurf auf einen Blick erfassen.“
George Gershwin, bekannt als Komponist, Pianist und Dirigent, gilt als Meister der „kleinen“ Kompositionen. Alles von ihm Komponierte – die weltbekannten Lieder ebenso wie die Rhapsodien – zeichnet sich durch eine besondere Dynamik und eine einzigartige Nutzung der Rhythmik aus, die es besonders für den Tanz prädestiniert, speziell für Tanzabende, die aus mehreren Choreografien bestehen.
Über die Choreografen
Der gebürtige Mexikaner Adonai Luna erhielt seine Ausbildung in Mexiko (Escuela Nacional de Danza Clásica y Contemporánea, INBA; Centro de Arte y Ballet, Tita Ortega) Spanien (Escuela Mayor de Danza, Ballet Clásico de Madrid) und an der Staatlichen Ballettschule und der Schule für Artistik, Berlin, Deutschland. Nach ersten Engagements in Madrid (Ballet Clásico de Madrid, Juan Carlos Santamaría Compañía de Danza) wechselte er als Tänzer für die Spielzeiten von 2002/03 bis 2004/05 an das BallettVorpommern.
Anschließend war Adonai am Theater Nordhausen, dem Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin und am Landestheater Detmold engagiert. Während seiner aktiven Tanzkarriere ließ er sich in London (Royal Ballet School), La Habana (Escuela del Ballet Nacional de Cuba) und New York (American Ballet School, ABT Curriculum L3) zum zertifizierten Ballettlehrer und Pilates-Trainer weiterbilden.
In den Jahren 2009 bis 2014 war er als Ballettmeister und choreografischer Assistent am Landestheater Detmold engagiert, zu erleben auch als Tänzer und Choreograf. 2011 erhielt er hier den Detmolder Theaterpreis in der Kategorie Musiktheater-Ballett. Seit Beginn der Spielzeit 2015 ist Adonai am Theater Vorpommern Ballettmeister und choreografischer Assistent.
Die Funktion des stellvertretenden Ballettdirektors konnte ihm bereits 2017 übertragen werden. In den vergangenen Spielzeiten choreografierte er für das BallettVorpommern: „Alice im Wunderland“ und „Marilyn“. In der Spielzeit 2026/27 wird er darüber hinaus „Schwanensee“ unter der musikalischen Leitung durch Alexander Mayer für das BallettVorpommern inszenieren.
Ralf Dörnen erhielt seine Ballettausbildung am Institut für Bühnentanz in Köln und an der Hamburgischen Staatsoper. Es folgte ein Engagement am Hamburg Ballett bei John Neumeier, ab 1986 als Solist. Von 1993 bis 1997 war er freischaffender Choreograf u.a. an der Staatsoper Hamburg, am Staatstheater Oldenburg, an den Städtischen Bühnen Bielefeld sowie in Portugal, Griechenland und im Senegal.
In Koproduktion mit dem Deutschen Pavillon der EXPO 2000 kreierte er „ich spinne mich in meiner Puppe ein…“ und 2001 für das Bayerische Staatsballett „messer(s)schneide“. Seit 1997 ist Ralf Dörnen Ballettdirektor und Chefchoreograf des BallettVorpommern, für das er über 60 Ballette kreierte. Das für die Semperoper Dresden 1999 kreierte Ballett „Verklärte Nacht“ (A. Schönberg) wurde auch vom aalto ballett theater essen (2005) und vom Nationaltheater Brno/Tschechien (2012) übernommen. 2006 inszenierte Ralf Dörnen mit Brittens „Death in Venice“ seine erste Oper. 2005 wurde ihm die Rubenow-Medaille der Universitäts- und Hansestadt Greifswald verliehen. 2009 wurde seine Choreografie zu „EndstationSehnsucht“ für den Theaterpreis DER FAUST nominiert. 2016 wurde er mit dem Kulturpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet. In seinen 30 Spielzeiten am Theater Vorpommern kreierte er insgesamt mehr als 70 Stücke für das BallettVorpommern.
Nicht üben, spielen! – Al Di Meola (US-amerikanischer Jazz-Gitarrist)
Termine
Greifswald (Stadthalle / Kaisersaal)
Fr 06.11.2026 / 19.30 Uhr
So 08.11.2026 / 16.00 Uhr
Fr 13.11.2026 / 19.30 Uhr
So 10.01.2027 / 18.00 Uhr
So 17.01.2027 / 18.00 Uhr
Sa 23.01.2027 / 19.30 Uhr
Stralsund (Großes Haus)
So 15.11.2026 / 18.00 Uhr
So 22.11.2026 / 18.00 Uhr
Di 29.12.2026 / 18.00 Uhr
So 03.01.2027 / 18.00 Uhr
Fr 08.01.2027 /19.30 Uhr
Theater Putbus
Fr 20.11.2026 / 19.30 Uhr
(Nach einer Presseinformation des Theaters Vorpommern)
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